Baumpflege

“Ziel der Baumpflege sind möglichst vitale, gesunde und verkehrssichere Bäume.”

Die Sven Halm FORSTTEAM GmbH orientiert sich bei allen baumpflegerischen Maßnahmen an der ZTV-Baumpflege, d.h. an den technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für die Baumpflege.

Bei der Baumpflege unterscheiden wir in:

Erziehungs- und Aufbauschnitt

Um Schnittflächen möglichst klein zu halten, ist unter Berücksichtigung der arttypische Wuchsform Fehlentwicklungen rechtzeitig vorzubeugen bzw. sind diese möglichst früh zu korrigieren.
Konkurrenztriebe an Jungbäumen, insbesondere Zwiesel, sind zurückzusetzen oder zu entfernen, an Astquirlen sind sie zu vereinzeln. Der Leittrieb ist erforderlichenfalls zu stäben.

Seitenäste mit eingewachsener Rinde, sich kreuzende, reibende sowie gebrochene Äste sind zu entfernen. Handelt es sich um Grob- oder Starkäste, sind diese einzukürzen.

Bei Straßenbäumen ist dabei nach und nach das Lichtraumprofil herzustellen. Dabei muß auf der Schnittseite jeweils mindestens die Hälfte der jeweiligen Kronenhöhe erhalten bleiben.

Lichtraumprofilschnitt

Mit der Herstellung des Lichtraumprofils soll früh, möglichst schon beim Jungbaum, begonnen werden.

Zur Erhaltung oder Herstellung des Lichtraumprofils können Grob- und Schwachäste eingekürzt oder abgesägt werden. Starkäste sollen nur im notwendigen Maße eingekürzt werden und dürfen nur in begründeten Einzelfällen vollständig entfernt werden.

Totholzbeseitigung

Tote und gebrochene Äste ab Schwachaststärke sind abzuschneiden.
Wundbehandlungsstoffe dürfen nicht aufgetragen werden.

Kronenpflege

Unerwünschten Entwicklungen in der Krone (z.B. Überlängen von Ästen, Zwieselbildung) ist durch Schnittmassnahmen, überwiegend im Fein- und Schwachastbereich, vorzubeugen.

Tote, kranke, absterbende, sich kreuzende oder reibende Äste sind abzuschneiden.

Straßenbäume sind dabei auf die Einhaltung des Licht-raumprofils bzw. auf sonstige Auswirkungen und Erfordernisse zu überprüfen und ggf. zu schneiden.

Aststummel sind bei Bedarf abzuschneiden.

Kronenauslichtung

Aus statischen Gründen ist eine Kronenauslichtung nur in Ausnahmefällen erforderlich.

Auslichtungsnassnahmen werden nach dem Umfang des zu entfernenden Fein- oder Schwachastanteils unterschieden in: leicht (ca. 5%), mittel (ca. 10%), stark (ca. 15%).

Darüber hinaus sind zu dicht stehende Äste unter Beibehaltung des Kronenmantels abzuschneiden, überzählige Wasserreiser auszudünnen.

Sollen darüber hinaus Maßnahmen der Kronenpflege ausgeführt werden, sind diese besonders zu vereinbaren.

Der Habitus des Baumes darf nicht verändert werden.

Stamm- und Stockaustriebe

Stamm- und Stockaustriebe sollen möglichst nicht entfernt werden, außer aus Gründen der Verkehrssicherheit oder der Gestaltung.

Werden Stamm- und Stockaustriebe entfernt, sind sie an der Basis flach und nur im Triebdurchmesser abzuschneiden.

Kroneneinkürzung

Die gesamte Krone ist in ihrer Höhe und/oder ihrer seitlichen Ausdehnung entsprechend den Erfordernissen der Verkehrssicherheit und/oder des Baumumfeldes einzukürzen. Die verbleibende Krone soll einen möglichst art-typischen Habitus behalten bzw. wieder entwickeln können.

Der Umfang der Einkürzung ist insbesondere abhängig von Baumart und Habitus und soll höchstens 20% betragen.

Kronensicherungsschnitt

Bei schwer geschädigten Bäumen mit nur noch kurzer Lebenserwartung, die aber trotzdem erhalten werden sollen, sind entsprechend den Anforderungen zur Verkehrssicherheit.

Kronenenteile oder die gesamte Krone im Grob- und Starkastbereich einzukürzen.

Nachbehandlung stark eingekürzter Bäume

Die neu gebildeten Triebe/Ständer sind zur Erhaltung der Verkehrssicherheit zu vereinzeln und/oder einzukürzen.